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Zum Lobpreis Gottes

2026-01-25_zum_lobpreis_gottes-s
Sopran und Tenor singen sich in der St. Marienkirche Berlin für das Jubiläumskonzert ein

VON WALTER PLÜMPE

Berlin. Sie haben Lust, Gott musikalisch zu danken? Sie möchten etwas Gutes für sich tun? Dann sind Sie bei der Ökumenischen Seniorenkantorei Berlin (ÖSK) zum Mitsingen eingeladen. Welcher Konfession Sie auch angehören: Ältere Semester (50+) sind hier gern gesehen, so steht es in einem Infoblatt der ÖSK. Und die Einladung stößt auf Zustimmung: 57 Sängerinnen und Sänger kommen jeden Mittwoch von 15 Uhr bis 17 Uhr im Evangelischen Kirchenforum in der Klosterstraße 66 neben der Parochialkirche zusammen. Als Ökumenischer Chor gestalten sie Gottesdienste und Heilige Messen in verschiedenen Kirchen Berlins und im Umland. Eine Chorreise jedes Jahr, ein Sommerfest und eine Adventsfeier gehören zum Jahresprogramm. Jetzt feierte der Chor sein 20-jähriges Bestehen.

„Wir blicken zurück auf wunderbare, beglückende Erlebnisse", schreibt Harald Dubrowsky, Vorsitzender, zum Jubiläum. Alle führten fort, was unter Leitung von Domkapellmeister Michael Witt begonnen hatte: Musica Sacra unabhängig von konfessioneller Bindung. Singen zum Lobpreis Gottes. Als „hoffnungsvolles Zeichen dafür, wie Musik Brücken bauen kann“ blickt Marin Rathmann, Referent für Kirchenmusik im Erzbistum Berlin, auf die OSK. Für die Zukunft wünscht er Schwung und Freude am gemeinsamen Musizieren, eine starke Stimme in der ökumenischen Zusammenarbeit - und Gottes Segen.

Freude am Glauben und
Begeisterung für Musik

Ein bewundernswertes Beispiel dafür, wie die Liebe zur Chormusik jenseits von Alter und Konfession Menschen begeistert, sieht Christoph D. Ostendorf in der ÖSK. Der Kreiskantor im Kirchenkreis Berlin Stadtmitte lobt die Sängerinnen und Sänger als „ein Ensemble, das Freude am Glauben und Leidenschaft an der Musik vermittelt". Beim Festakt im Evangelischen Forum, der kürzlich stattfand, begrüßte Harald Dubrowsky die Ehrengäste Martin Ludwig und Martin Rathmann als Vertreter des Erzbistums Berlin, Kilian Nauhaus und Christoph D. Ostendorf von der Evangelischen Kirche Berlin und Dietmar Hiller als langjährigen Begleiter an der Orgel. Im Gottesdienst in St. Marien dankte Pfarrer Michael Kösling der Seniorenkantorei für ihren Gesang. Gott loben, bitten und preisen hat für sie einen festen Platz im Leben.

„Gott ist mein Lied"

Zusammen mit einem Ensemble aus fünf Streichinstrumenten und einer Oboe erklangen im Gottesdienst Werke von Peter Cornelius, Johann Sebastian Bach, John Rutter und Felix Mendelssohn Bartholdy. Die Orgel spielten Dietmar Hiller und Christoph D. Ostendorf. Die Leitung hatte Christoph Möller.

20 Jahre „Gott ist mein Lied", so die Umschrift auf einem Button, den jedes Chormitglied zum Jubiläum erhielt. Ein passendes Motto im Rückblick auf zwei Jahrzehnte wie auf die Gegenwart. Eine Jubiläumsschrift „20 Jahre" erinnert an etliche Höhepunkte. Mit launigen Wortbeiträgen und lautmalerischen Forellenliedern (Franz Schubert, Ludwig van Beethoven, Richard Wagner) klang das Fest nach einem Buffet im Evangelischen Forum aus.

Quelle: Dieser Artikel erschien in:
die Kirche Nr. 5 vom 25. Januar 2026.